Jenaer Wissenschaftlerin Astrid Bingel erhält Ehrung für herausragende Diplomarbeit

10.05.2012

Astrid Bingel, Physikerin der Uni Jena im Nano-SIS Projekt, erhält Ehrung für herausragende Diplomarbeit.


Zum dritten Mal vergab der CiS e.V. Verein zur Förderung der Mikrosensorik und Photovoltaik einen Preis für Diplom- bzw. Masterarbeiten auf den Gebieten der Sensorik, Aktorik, Mikrosystemtechnik und Photovoltaik. Mit diesem Preis werden herausragende Arbeiten auf diesen Gebieten gewürdigt, die vorzugsweise in Verbindung mit der Industrie angefertigt wurden.

Am 10. Mai 2012 wurde die junge Wissenschaftlerin Astrid Bingel von der Nano-SIS Forschergruppe des Instituts für angewandte Physik der Friedrich-Schiller-Universität Jena gewürdigt, welche die Juroren dieses Wettbewerbes eindrucksvoll überzeugt hatte. Ihre Arbeit entstand am Fraunhofer Institut für Angewandte Optik und Feinmechanik, Jena. Das Diplomthema „Transparente und leitfähige aluminiumdotierte ZnO-Schichten“ bietet einen wichtigen Ansatz für neue ressourceneffiziente Lösungen in der Energie- und Informationstechnik. Transparente und gleichzeitig hochleitfähige Schichten  sind wesentlicher Bestandteil zahlreicher optoelektronischer Bauelemente, beispielweise von SIS-Solarzellen, dem aktuellen Forschungsgebiet der Wissenschaftlerin. Mit ihren Untersuchungen weist unsere Preisträgerin auf das mögliche Potenzial ihres Materialsystem als Ersatz für das teure bisher genutzte ITO –Schichtsystem (Indium-Zinn-Oxid) hin. In der Begründung des Gutachters Herr Prof. Katzer vom Fraunhofer Institut für Werkstoffmechanik IWM hieß es: „Was die Arbeit besonders auszeichnet, ist das in sich geschlossene Bild eines anspruchsvollen Forschungsthemas sowohl von der theoretischen Durchdringung der einzelnen experimentellen Teilaufgaben, der präzisen Durchführung einer breiten Variantenpalette von Experimenten, einer abgestimmten komplexen Analytik und einer schlüssigen Ergebnisdiskussion.“ Prof. Gobsch von der Technischen Universität Ilmenau ergänzte dieses Gutachten mit den Worten: „Die Vielfalt der von ihr angewandten Methoden und Verfahren ist für eine Diplomarbeit beeindruckend.“