Quantentechnologie hilft Krebs zu heilen

30.01.2020

An der renommierten Universität Berkeley in Kalifornien treffen sich diese Woche vom 29.-31.1.2020 Experten aus aller Welt. Im Workshop für Neuartige Verfahren zur Bildgebung (Advanced Imaging Methods) diskutieren sie die neusten technischen Möglichkeiten der Bildgebung mittels verkoppelter Lichtquanten.

Mittels Lasern werden zwei gekoppelte Lichtquanten (so genannte Photonen) mit unterschiedlicher Wellenlänge erzeugt. Eine lebende Zelle wird so optisch angeregt, um selbst ein Lichtquant zu erzeugen. Zeitlich synchron muss dieses Fluoreszenz-Lichtquant mittels eines speziell dafür entwickelten supraleitenden Einzelphotonendetektors erfasst werden.

Das CiS Forschungsinstitut für Mikrosensorik in Erfurt entwickelt und fertigt optische Komponenten für diese Art der Quantenbildgebung. Die Erzeugung und die Detektion einzelner Photonen ist ein neues Forschungsgebiet mit sehr viel versprechenden Anwendungen, weiß Prof. Thomas Ortlepp vom CiS zu berichten.

Frau Prof. Melissa Skala vom Morgridge Institute for Research in Madison, USA beschreibt in ihrem Vortrag, wie man mit Hilfe solcher Detektoren in einem Mikroskop von Krebs befallene Zellen optisch eindeutig von gesunden Zellen unterscheiden kann. Auf dieser Grundlage entwickelt sie an ihrem Institut aussichtsreiche Heilungsverfahren auf der Basis sogenannter T-Zellen.