Auf der Waferbond 2025 in Chemnitz wurden gestern fünf junge Nachwuchsforschende mit dem renommierten Silicon Science Award 2025 ausgezeichnet. Die feierliche Preisvergabe fand im Rahmen der Eröffnungszeremonie am 3. Dezember 2025 statt. Alle zwei Jahre erfolgt die Auslobung des Awards. In dieser siebten Auflage werden innovative Abschlussarbeiten in den Kategorien Bachelor- und Masterarbeiten sowie Dissertationen prämiert.
Die Auszeichnungen
Für seine herausragende Bachelorarbeit erhielt Vincent Marius Haude (TU Ilmenau/ IMMS) den Award zum Thema „Entwicklung und Charakterisierung einer Schaltungstopologie zur Erzeugung kurzer LED-Lichtpulse“ zur Weiterentwicklung der Sensoren für die In-Vitro-Diagnostik.
In der Kategorie Masterarbeiten wurden zwei Preisträger gekürt.
Die fundierte Abschlussarbeit von Halthi Dakshina Murthy Suhas (Hochschule Schmalkalden) beschäftigte sich mit der „Analyse der Einflüsse von Multi-Stimuli-Umgebungsbelastungen auf MEMS-Trägheitsmesseinheiten“ und entstand im Umfeld eines Industriepraktikums bei der Bosch Sensortech GmbH.
Lorenz Meyer (TU Ilmenau) untersuchte in seiner Masterarbeit mit dem Titel „Andreev Reflection in Single-Molecule Junctions“ den Elektronen- und Lochtransport über die Grenzfläche zwischen einen Normal- und eines Supraleiters, die durch ein einzelnes organisches Molekül verbunden sind. Seine bahnbrechenden Ergebnisse wurden in der renommierten Fachzeitschrift Physical Review Letters veröffentlicht.
In der Kategorie Dissertationen überzeugten zwei weitere Einreichungen.
Ausgangspunkt der Dissertation von Dr. Arne Behrens (TU Ilmenau, Institut für Mikro- und Nanotechnologien) war die Beobachtung, dass die kontrollierte Fertigung optischer whispering gallery mode Resonatoren (WGMR) mit lithographischen Methoden bis heute herausfordernd ist. Seine Forschungsresultate zum Thema „Plasma based 2.5D+micro and nanostructuring for Whispering Gallery Mode Resonators” optimieren den lithographischen Prozess und wurden in der Fachzeitschrift „Optical Materials Express“ vorgestellt.
Ganz besonders freut sich das CiS Forschungsinstitut über die Preisverleihung an Dr. Mario Bähr. In seiner Dissertation zum Thema „Skalierfähige Komponenten für Magnetometrie basierend auf NV-Zentren in Diamant“ erforschte er die Modifikation industrieller Diamantmaterialien und deren Bewertung für die Nutzung als quantensensorisches Material. Die Ergebnisse seiner Untersuchungen trugen zu fünf Patenteinreichungen bei.
Zudem entwickelte er auf einer am CiS Forschungsinstitut etablierten Strahler-Empfängerplattform ein stark miniaturisiertes Magnetometer, welches als Transducer NV-Zentren in Diamant nutzt. Die Arbeit wurde mit magna cum laude honoriert und wurde bei Prof. Jan Meijer, (Universität Leipzig, Abteilung Angewandte Quantensysteme) angefertigt.
Das CiS Forschungsinstitut spricht allen Preisträgern herzliche Glückwünsche und viel Erfolg auf dem weiteren wissenschaftlichen Weg aus.
Der Silicon Science Award wird alle zwei Jahre durch den CiS e.V. gemeinsam mit dem CiS Forschungsinstitut für Mikrosensorik vergeben und ehrt herausragende Abschlussarbeiten rund um die siliziumbasierte Forschung in den Gebieten der Sensorik, optoelektronischen Mikrosysteme, Quantentechnologien sowie innovativer Aufbau- und Verbindungstechnik. Eine fachkundige Jury überregionaler Forschungseinrichtungen bewertet die Qualität und Innovationskraft der eingereichten Arbeiten.
Der CiS e.V. bedankt sich ganz herzlich für die engagierte Begutachtung und Begleitung. Ein besonderer Dank gilt auch allen Sponsoren und ihrer großzügigen Unterstützung, welche den Wettbewerb zu einer einzigartigen Plattform der Nachwuchsförderung macht und deren Innovationen in siliziumbasierten Technologien in der Wissenschaft und Wirtschaft bekanntmacht und würdigt.
Mit der erfolgreichen Verleihung des Silicon Science Award steht nun die Planung der achten Auslobung des Awards an. Weitere Informationen werden in Kürze auf der Internetseite des CiS Forschungsinstituts veröffentlicht.





