Herzrate und Blutsauerstoffsättigung sind essenzielle Vitalparameter für die Bewertung der Gesundheit und des akuten Zustands von Einsatzkräften und Piloten. Sie ermöglichen eine schnelle Erkennung von Gefahrensituationen und eröffnen dem Träger oder der Einsatzleitung Interventionsmöglichkeiten. Etablierte Sensorsysteme an Handgelenk, Oberarm oder Finger sind unter realen Einsatzbedingungen zumeist hinderlich, störanfällig und zu reaktionsträge. Der Messort am Ohr liefert hier eine Reihe physiologischer und praktischer Vorteile.
Das vorgestellte System vereint eine optisch-digitale Im-Ohr-Sensoreinheit mit einer leichtgewichtigen und am Helm befestigten Ansteuerungs- und Übertragungseinheit. Störsignale und Bewegungsartfakte werden durch implementierte Algorithmen, unter Einsatz von Assistenzsensoren (Mikrofon, Beschleunigungssensors), direkt erkannt und entsprechend behandelt. Eine passgenaue und individualisierbare Otoplastik garantiert sowohl beste Sensordaten als auch Langzeit-Tragekomfort mit sicherem Halt in der Ohrmuschen, wobei gleichzeitig der Hörkanal offengehalten wird und das Hörvermögen uneingeschränkt bleibt. Das batteriebetriebene Gerät erfasst und überträgt die Vitaldaten über mindestens 10 Stunden.
Die Entwicklung ist Bestandteil des laufenden Verbundförderprojekts „MoViSEG“ der Partner KORA Industrie-Elektronik GmbH und der CiS Forschungsinstitut für Mikrosensorik GmbH. Nach Abschluss der Erprobung ist die Überführung in ein Serienprodukt der KORA geplant.
Des Weiteren wird der aktuelle Zwischenstand der Entwicklung in Nürnberg im Rahmen der ENFORCE TAC 2026 auf dem Stand des CiS Forschungsinstituts gezeigt, vom 23. bis 25. Februar 2026 in Halle 6, Stand 6-215 auf dem Thüringer Gemeinschaftsstand.

Das Projekt „MoViSEG“ wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert.
FKZ: KK5085707DF4






