Vom 20.-22. September 2026 diskutierten internationale Forschende über die Themenfelder Josephson Kontakte und Netzwerke, Kryo-Sensoren und Detektoren, supraleitende Qubits, kryogene Systemkomponenten und ihre Anwendungen auf dem Fachforum „KRYO 2026“. Das CiS Forschungsinstitut war mit zwei Beiträgen vertreten.
In der Session Electronics/Metrology am 22. September hielt Prof. Thomas Ortlepp, Geschäftsführer am CiS Forschungsinstitut, einen Vortrag über “Superconducting circuit design guidelines for single flux quantum logic” halten. Darin erläuterte er eine Zell-Bibliothek für supraleitende Einzelflussquantenelektronik, die das CiS Forschungsinstitut für Mikrosensorik und das Leibniz-Institut für Photonische Technologien gemeinsam entwickelt haben. Die Design-Regeln für den Schaltungsentwurf wurden auf der Konferenz vorgestellt, um so die jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern auf dem Gebiet der Quantenelektronik in die Lage zu versetzen, schnell und zielsicher eigene Schaltkreise zu entwickeln.
Im Rahmen der FLUXONICS Foundry wird diese Technologie als Pilotlinie für supraleitende Quantenelektronik angeboten. Das CiS Forschungsinstitut liefert dabei die Unterstützung für den Entwurf und das Leibniz-IPHT bietet die Technologie zur Herstellung.
Lukas Barthelmann, Wissenschaftler am CiS Forschungsinstitut, führt in der anschließenden Poster-Session das neue Forschungsprojekt CryoMAG-RX ein. Die Erfassung kryogener Temperaturen mithilfe kostengünstiger und zuverlässiger Temperatursensoren ist eine elementare Voraussetzung für neue industrielle Anwendungen. Verschiedener Eigenschaften selbst hergestellter Halbleiterwiderstände und Siliziumdioden sollen experimentell untersucht und mit klassischen Pt1000-Widerstandsthermometern im Temperaturbereich von 4,2 K bis 300 K verglichen werden. Die zu verwendende Messtechnik und der Messaufbau werden auch vorgestellt.
Die wissenschaftliche Tagungsreihe „Kryogene Bauelemente“ findet seit mehr als 40 Jahren statt und wird in diesem Jahr durch die TU Ilmenau organisiert.
Die beschriebenen Forschungs- und Entwicklungsarbeiten wurden im Forschungsprojekt CryoMAG-RX durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) gefördert.
FKZ: 49MF260035
Fotos © Diana Butters, TU Ilmenau







